CONTAINER DER WAHRHEIT – MOBILER ESCAPE ROOM ZU FAIREM HANDEL
Duisburger Hafen: Eine Kleiderlieferung aus Bangladesch verbirgt ein Geheimnis.

SETUP
Im Schnitt kommen pro Person jedes Jahr rund 60 neue Kleidungsstücke in den Schrank. Unter welchen Bedingungen sie genäht werden, bleibt meist unsichtbar. Wie macht man das erfahrbar, ohne zu belehren?
MISSION
Für eine Kooperation aus Fairtrade-Town Moers, fair | rhein, vhs Moers – Kamp-Lintfort und Grafschafter Museum entstand mit WELT DA DRAUSSEN ein mobiler Escape Room. Ziel: die Folgen des eigenen Konsums spüren und den eigenen Einkauf kritisch bewerten.
LÖSUNGSWEG
Die Spielenden werden zu investigativen Journalistinnen und Journalisten. Im Duisburger Hafen steht ein Container der fiktiven Marke Just|Me|Fashion, bis zum Weitertransport bleibt eine Stunde. In den Kisten stecken Hinweise auf Missstände in einer Fabrik in Bangladesch.

DIE UMSETZUNG
Aus einer abstrakten Lieferkette werden Menschen mit Namen.
Eine mobile Holzkonstruktion in Wellblechoptik, Gitterboxen und Frachtkisten simulieren den Container, damit der Raum wandern kann. Stück für Stück erschließt die Gruppe das Leben der Näherinnen. Eine Begleitausstellung des Vereins fair | rhein vertieft das Thema.

FRACHTKISTEN
Zahlreiche Frachtkisten verbergen scheinbar harmlose Ladung, aber auch Objekte mit Stimmen und Einblicken aus der Lebensrealität der Näherinnen.

FRACHTSYSTEM
Eine eigens programmiertes Container-Interface mit Lesegerät verbindet die analogen Funde mit einer digitalen Ebene. Fehlende Kisten werden zur Spur.
RESONANZ
Seit Dezember 2025 im Moerser Schloss zu erforschen, 2026 auf Wanderschaft: Die Westdeutsche Zeitung berichtete über die Station im Niederrheinischen Freilichtmuseum Grefrath. Zum Tag der Demokratiegeschichte war der Container Teil des Moerser Programms (Radio K.W.).