DER LETZTE BEWEIS – DAS RÄTSEL DER MORGENSTERN-APOTHEKE
Oldenburg, 1949: ein Escape Room zur NS-Geschichte, entwickelt von Schülerinnen und Schülern.

SETUP
Seit 1981 gehen Oldenburgerinnen und Oldenburger am 10. November den Weg nach, auf dem jüdische Männer 1938 durch die Stadt getrieben wurden. Für diesen Erinnerungsgang suchte das Herbartgymnasium einen neuen Zugang zur Geschichte.
MISSION
Erinnern: an das Leid der jüdischen Menschen in Oldenburg ab 1933.
Aufklären: Denkanstöße zum Antisemitismus heute geben und die Perspektive von Jüdinnen und Juden teilen.
LÖSUNGSWEG
Die Spielenden werden Lehrlinge der Apotheke Morgenstern im Jahr 1949. Ein ehemaliger KZ-Aufseher steht vor Gericht, doch die entscheidenden Beweise fehlen. Sie stecken im Tagebuch des Apothekers, eines verfolgten Sozialdemokraten. Darin schreibt er über seine jüdischen Freunde und Bekannten und darüber, wie sich ihr Leben nach 1933 verändert.

FIKTION MIT REALEN WURZELN
Die Handlung ist erfunden, ihr Fundament nicht: Mehrere Figuren gehen auf reale Oldenburger Biografien zurück.
REALE BIOGRAFIEN
Mit den Schülerinnen und Schülern wurden reale Biografien jüdischer Oldenburgerinnen und Oldenburger recherchiert und in die Geschichte eingearbeitet. Morgensterns Freund Jakob etwa geht auf Jakob de Jonge zurück, der 1938 durch die Stadt getrieben wurde.
VON JUGENDLICHEN ENTWICKELT
Was in den Projekttagen 2024 als Idee begann, baute eine Arbeitsgemeinschaft aus. Kulissen, Technik und Rätsel entstanden in der Schüler-AG, WELT DA DRAUSSEN brachte Methode, technische Umsetzung und Erfahrung ein.
ÜBER DAS SPIEL HINAUS
Begleitmaterial und Impulse führen weiter zu Zivilcourage, Erinnerungskultur und Antisemitismus heute.
RESONANZ
„Es geht darum, durch Erleben Erinnerungen zu stiften.“
Stefan Harbers, Lehrer am Herbartgymnasium, in der Nordwest-Zeitung (Mai 2025)
„…zu wertvoll, als dass man es nach kurzer Zeit wieder einstampfen sollte.“
Zum flinken Frettchen, Escape-Room-Betreiber in Oldenburg, über die Weiterführung
Geplant waren vier Wochen. Wegen der Resonanz lief der Raum mehr als drei Monate, zuletzt in Kooperation mit dem Escape-Room-Betreiber „Zum flinken Frettchen“ und dem Amt für Schule und Bildung.
Presse: Nordwest-Zeitung, Oldenburger Onlinezeitung, Stadt Oldenburg